Die Kunst des Wahrsagens
Es ist ein Gerücht, welches sich hartnäckig hält, dass es Wahrsager nur auf unser Geld abgesehen haben und vorwiegend auf Jahrmärkten in kleinen schmutzigen und dunklen Zelten zu finden sind. Es steckt mehr dahinter, als nur die Hände einer Person zu halten oder in eine Kristallkugel zu schauen, um zu wissen, was die Zukunft für uns bereit hält. Die wahre Geschichte des Wahrsagen ist Hunderte, sogar Tausende von Jahren alt.Die ältesten schriftlich erhaltenen Beweise für das Wahrsagen stammen aus dem dritten Jahrtausend vor Christus. In sämtlichen Epochen der Menschheit und in allen Völkern spielte das Wahrsagen seit je her eine große Rolle für all diejenigen, die an mehr Glaubten als nur an die reine Wissenschaft. Schamanen, Druiden, Sibyllen, Voodoo Priester, Kartenleger, Orakel und mehr, diese Liste ist ebenso lang wie die Liste der Hilfsmittel und Methoden die verwendet werden. Tarot, Pendel, Runen, geopferte Tiere, Bibel stechen, über ein Medium oder auch die berühmte Kristallkugel sind nur einige wenige Beispiele der Vielfältigkeit und des breiten Spektrums des Wahrsagen. Zusätzlich gibt es noch die Art von Astrologie,die sich nicht mit der Mathematik, sondern mit den Sternbildern und den Planeten, in ihren Stellungen im Universum beschäftigt. Der berühmteste Seher in unserer Geschichte war wohl Nostradamus (1503-1566) ein Apotheker, der als auch als Arzt in den Zeiten der Pest im Jahre 1530 gearbeitet hat.
Wahrsager
Ein jeder sollte dem Stand der Wahrsager und Seher den Respekt entgegen bringen, den sie sich im Laufe der Jahrtausende unserer Geschichte mühsam und teilweise unter grausamer Folter und Verfolgungen hart erarbeitet haben.
Prophezeiungen
Seine Prophezeiungen werden noch heute vielfach diskutiert.Der große Brand von London im September 1666, der erste und der zweite Weltkrieg (1914 und 1939), die Finanzkrise im Herbst 2008 sind eingetroffen wie die Flutkatastrophe in Japan im März 2011. Ebenso gab es natürlich auch berühmte Wahrsagerinnen wie die Sibylle von Delphi (um 1500) oder Marie Anne Lenormand (1772-1843), welche die Französische Revolution von 1789 bis 1799 vorhergesagt hat. Im Mittelalter erlebte das Wahrsagen einen Aufschwung, als vorhersagende Religionen vom Ende der Welt sprachen und der Niederkunft des Antichristen.
Die kirchliche Inquisition, die von Papst Innozenz III. (1161-1216) ins Leben gerufen worden ist, beschäftigte sich zwar überwiegend im kirchlichen Bereich begangener Straftaten (Ketzerei), wurde aber auch zur Verurteilung von Hexen und Hellsehern herangezogen, obwohl die Mehrheit der Prozesse gegen Hexen von weltlichen Gerichten angestrengt wurden. Zur Zeit der frühen Aufklärung in der deutschen Literatur (ca.1720-1780) erreichte dann auch die Verfolgung der Sinti (Zigeuner) ihren Höhepunkt.
Wahrsagen - Geschichte
Bei den Sinti waren es die Frauen, die mit ihren Kräften die Zukunft sehen konnten.Ihnen wurden magische Kräfte zugesprochen und viele Adlige aus den Oberschichten wussten ihre Dienst zu schätzen. Oftmals wurden sie von den Landesherren vertrieben und verfolgt.Diese Vorurteile ergaben sich nicht zuletzt aus ihrer Geheimsprache, die sich fahrende Volksgruppen oftmals angeeignet haben.
In der heutigen Zeit nimmt das Wahrsagen immer noch eine bedeutende Stellung in unserer Gesellschaft ein.Sind es Präsidenten der USA, die sich traditionell von Astrologen beraten lassen oder der Hedge-Fund-Manager Raj Rajaratnam aus Sri Lanka, welcher mit Insider Informationen an der Börse gehandelt haben soll, der keine Absprache mit der Staatsanwaltschaft getroffen hat, weil ein Schicksaldeuter ihm vorhergesagt habe, er würde freigesprochen werden.
